Was ist eine Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung (Risikoversicherung) sichert die Risiken Tod und Invalidität ab (entweder einzeln oder in Kombination). Grundsätzlich unterteilt man in zwei Arten: Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung (auch als private Invalidenrente bezeichnet) zahlt einen Lohnersatz, falls die versicherte Person infolge Invalidität erwerbsunfähig wird. Die Totesfallrisiko-Versicherung zahlt an den Hinterbliebenen die vereinbarte Summe aus, falls die versicherte Person ablebt. Davon … more »

Ist eine Lebensversicherung steuerlich absetzbar ?

Bedingt durch die große Anzahl an unterschiedlichen Lebensversicherungen verlieren viele Versicherungswillige die Übersicht und fragen sich, ob die Lebensversicherung steuerlich absetzbar ist. Im Rahmen der Absetzbarkeit von Lebensversicherungs-Beiträgen ist in erster Linie der Zeitpunkt wichtig, wann die Lebensversicherung abgeschlossen wurde.

Bereits seit 2005 ist der steuerliche Bereich von Lebensversicherungen gänzlich neu strukturiert. Beiträge von Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, können als Vorsorgeaufwand oder Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden.

2005 – Änderungen in der steuerlichen Absetzbarkeit

Eine Risikolebensversicherung ist lediglich absetzbar, wenn ganz spezielle steuerliche Voraussetzungen gegeben sind. Es macht also nicht unbedingt Sinn, nur auf einen evtl. günstigeren Beitragspreis einer Versicherung zu achten, sondern auch auf die steuerliche Absetzbarkeit. Eine vor dem Jahr 2005 abgeschlossene Kapitallebensversicherung ist bis zum Höchstbetrag von 1900 Euro oder 2800 Euro (je nach Gegebenheit) als Sonderausgabe absetzbar. Doch häufig kann die Lebensversicherung nicht mehr als Sonderausgabe angesehen werden, da die Höchstbeträge bereits durch gezahlte Pflegeversicherungen und Krankenversicherungen ausgeschöpft sind.

Für Lebensversicherungen, deren Verträge ab 2005 abgeschlossen wurden, können die Beiträge auf keinen Fall als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Lediglich der Sparanteil bei Auszahlungen der Kapitallebensversicherung wird besteuert. Darüber hinaus gilt dies auch für den Unterschiedsbetrag von Versicherungsleistung und Summe der gezahlten Beiträge im Falle des Erlebens oder des Rückkaufs der Versicherung. Den Sparanteil könnte man sozusagen als Zinsen betrachten. Falls der Versicherer bereits das sechzigste Lebensjahr überschritten hat und die Lebensversicherung, beziehungsweise Kapitallebensversicherung, nach zwölf Jahren Ablaufzeit ausbezahlt wird, werden lediglich Teile des Sparanteils oder Unterschiedsbetrages versteuert.

Diese Arten von Lebensversicherung können Sie von der Steuer absetzen:

  • Risikolebensversicherung: Risikolebensversicherungen, deren Leistungen lediglich bei Eintritt des Todesfalls (auch Absicherung bei Todesfall genannt) ausbezahlt werden, sind steuerlich absetzbar.
  • Rentenversicherung: Genauere Bezeichnung ist hier die „Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht“. Es handelt sich in diesem Fall um eine Auszahlung der Rentenversicherung im Todes- oder Erlebensfall, wenn sich also der Vertrag erfüllt hat.
  • Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht: Das Kapitalwahlrecht bezieht sich hier auf die eine Einmahlzahlung oder Rentenzahlung in Verbindung mit einer zwölf Jahre langen Bindungswirkung des Versicherers.
  • Kapitalversicherung: Gemeint sind Kapitalversicherungen mit Sparanteilen und einer zwölf Jahre langen Bindewirkung. Beispielsweise die Aussteuerungsversicherung oder Risikovorsorge.

 

Verträge genau durchlesen

Damit Sie erfahren, ob Ihre Versicherung steuerlich absetzbar ist, sollten Sie alle Versicherungsunterlagen genauestens durchlesen. Vergleichen Sie verschiedene Versicherungen nicht nur im Hinblick auf die höhe der Beiträge, sondern auch auf die steuerliche Absetzbarkeit. Wägen Sie danach ab, welche Versicherung sich für Sie wirklich lohnt. Sprechen Sie Ihren Ansprechpartner bei der Versicherung konkret auf die steuerliche Absetzbarkeit an. Wie oben bereits erwähnt sind auch einige Risikolebensversicherungen steuerlich absetzbar. Dies muss in den Unterlagen der Versicherung genau geschrieben stehen. Trotz der Veränderungen seit dem Jahr 2005 lohnen sich die Lebensversicherungen immer noch. Achten Sie auf den Vertrag, der speziell für Ihre Lebenssituation ausgearbeitet wird. In vielen Fällen kann die Lebensversicherung steuerlich absetzbar sein.

Risikolebensversicherung statt Kapitallebensversicherung

Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung?

Immer wieder bekommt die Kapitallebensversicherung Kritiken von Zeitungen und Fachzeitschriften. Vor allen Dingen betrifft diese

Kritik die relativ hohen Kosten. Doch welche Möglichkeiten gibt es anstelle einer Kapitallebensversicherung? Kann eine Risikolebensversicherung die Kapitallebensversicherung ersetzen? Denn das Prinzip einer Lebensversicherung ist unbestritten sinnvoll. Von daher gilt es sich zu überlegen, welche Versicherung für die jeweilige Person rentabel und wirklich nutzvoll ist.

An und für sich ist ein Todesfallschutz gemeinsam mit einer Kapitalanlage reizvoll für jeden Versicherten. Denn zusätzlich besteht in diesem Rahmen sogar Steuerfreiheit, wenn alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Aus diesem Grund empfehlen viele Versicherer gerne die Kapitallebensversicherung. Jedoch empfinden viele Versicherungsnehmer die Rendite als viel zu mager, besonders im Gegensatz zu den ständig anfallenden hohen Kosten. Es gibt also durchaus Gründe zu überlegen, ob es nicht andere Lebensversicherungen gibt, die sinnvoller sind und sich besser an die aktuelle Situation der Familie, Partnerschaft oder Geschäftspartnerschaft anpassen.

Risikolebensversicherung im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung

Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung  dient die Risikolebensversicherungen nicht dazu, Kapital aufzubauen. Für den einen mag dies negativ sein. Jedoch ist genau das für andere Versicherungsnehmer besser geeignet. Der Versicherungsschutz stellt also eine reine Hilfe für die Hinterbliebenen bei Tod des Versicherten dar. Wenn es genau dies ist, was für alle Beteiligten das Gewollte und das Sinnvollste ist, dann ist die Risikolebensversicherung allemal die beste Alternative zur Kapitallebensversicherung. Ein großer Vorteil sind für Versicherungsnehmer sicherlich auch die wesentlich günstigeren Beiträge und der in jedem Fall höhere Todesfallschutz. Natürlich bleibt im Falle der Entscheidung für die Risikolebensversicherung nicht aus, dass anderweitig Kapital aufgebaut werden muss, wobei leider auch die Steuerfreiheit entfällt. Aber selbst diese Tatsache wird wieder durch die eingesparten Kosten der Kapitallebensversicherung aufgewogen.

Denn für die reine Kapitalanlage gibt es durchaus genügend Möglichkeiten, die kaum etwas Kosten. So zum Beispiel machen Festgeldkonten Sinn und werden außerdem bei manchen Banken annehmbar gut verzinst. Auf diesem Weg ist die Risikolebensversicherung für die finanzielle Hilfe nach dem Tod des Versicherten zuständig und das Festgeldkonto dient der Ansparung von Kapital. Tagesgeld und Festgeldkonto sind ohne Kontoführungsgebühren zu haben, und eignen sich daher sehr gut für eine zusätzliche Kapitalanlage neben der Risikolebensversicherung. Außerdem kann der Versicherte einen Freistellungsauftrag für das Kapitalgeld stellen.

Fazit – Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung

Als Fazit kann man also hervorheben, das eine Risikolebensversicherung gemeinsam mit einer separaten Sparanlage rentabler sein kann als die kapitalbildende Lebensversicherung. Falls derjenige der sich versichern lassen möchte doch eher zu einer Kapitallebensversicherung tendiert, so ist es wichtig, sich genauestens mit dem Versicherungsvertrag und den Kosten zu befassen. Sollte die Todesfallschutz-Höhe die entscheidende Rolle spielen, so ist es ratsam, von der Kapitallebensversicherung abzukommen und sich eher auf die Risikolebensversicherung zu konzentrieren. Denn Risikolebensversicherungen sind trotz hohem Todesfallschutz günstig abzuschließen.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Bei Vertragsabschluss sollte nicht bei der Beantwortung des Fragebogens gelogen werden! Ehrlichkeit ist hier gefragt, denn Fehlaussagen können dem Versicherten den Versicherungsschutz komplett kosten.

Letzten Endes wird jeder nach einer eingehenden Beratung die passende Versicherung für sich empfinden. Man sollte sich Zeit lassen, sich alles ganz genau ansehen und sich bis ins kleinste Detail beraten lassen!

 

Risikolebensversicherung – Zusatzversicherungen

Allgemeines zu Zusatzversicherungen der Risikolebensversicherung

Es ist gang und gäbe, dass einem Versicherungsnehmer bei der Beantragung einer Risikolebensversicherung weitere Versicherungen angeboten werden.

Die Anzahl der unterschiedlichen Arten von Zusatzversicherungen ist hoch und für Laien oft nicht überschaubar. Vordergründig werden häufig Risiken einer Berufsunfähigkeit oder Folgen eines Unfalls abgedeckt. Denn der Eintritt eines solchen Risikos kann eine Person oder Familie in einen tiefen finanziellen Abgrund stürzen. Aber bringen diese Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeitsversicherung und Co wirklich etwas und welche Arten von Zusatzversicherungen existieren überhaupt? In diesem Artikel werden wir uns näher mit dieser Frage befassen.

Zusatzversicherung bei Berufsunfähigkeit – BUZ

Die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ist eine sehr gerne in Anspruch genommene Zusatzversicherung. Sie wird häufig zusätzlich zur Risikolebensversicherung, aufgeschobenen Rentenversicherungen, fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen oder zu einer Kapitallebensversicherung abgeschlossen. In nahezu allen Ausführungen gelten die gleichen Bestimmungen wie bei der herkömmlichen Berufsunfähigkeitsversicherung, weshalb man sich in der Regel nach deren Angaben richten kann. Für exakte Auskünfte über die jeweiligen Beiträge ist es ratsam, sich direkt an den Versicherer zu wenden.

Eine BUZ abzuschließen ist für verschiedene Versicherungsgruppen zweckmäßig. Zu diesen Versicherungsnehmern zählen Selbstständige und Arbeitnehmer ebenso wie Hausfrauen, Auszubildende und Studenten. Eine Dienstunfähigkeits-Zusatzversicherung ist eine der BUZ ähnlichen Versicherung, die gerade für junge Beamte sinnvoll ist.

Zusatzversicherung bei Unfall – UVZ

Für viele Versicherungsnehmer ist die Unfallzusatzversicherung verzichtbar, da sie bereits über eine kostengünstige Unfallversicherung verfügen. In vielen Fällen gibt es allerdings die Möglichkeit die Unfallversicherung in die Risikolebensversicherung zu integrieren.
Demzufolge wird diese Zusatzversicherung im Falle des Todes durch Unfall ausbezahlt, wenn der Tod innerhalb des Zeitraums von einem Jahr nach dem Unfall erfolgt. Häufig kann die Versicherungssumme im Falle von Tod durch Unfall vertraglich verdoppelt werden.

Im Regelfall liegt rein rechtlich gesehen ein Unfall vor, wenn die Person durch ein plötzlich auftretendes unvorhergesehenes Ereignis eine Gesundheitsschädigung erfährt. Erlischt die Hautversicherung, so endet auch die UVZ. Ist der Versicherungsnehmer allerdings aufgrund einer Berufsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer abgeschlossenen BUZ beitragsbefreit, dann bleibt in der Regel die UVZ ebenfalls beitragsfrei bestehen.

Zusatzversicherung: Pflegerenten-Zusatzversicherung

Diese Zusatzversicherung existiert, um finanzielle Belastungen beim Eintritt eines Pflegefalls des Versicherten abzusichern. Für gewöhnlich besteht bei jeder Risikolebensversicherung die Möglichkeit, eine Pflegerenten-Zusatzversicherung abzuschließen. Der Versicherungsschutz besteht lebenslang, obwohl die Beiträge lediglich für den Zeitraum der Hauptversicherung zu entrichten sind. Die Pflegerente kann in keinem Fall mehr als dreißig Prozent der Versicherungs-Summe ausmachen.
Die Voraussetzungen, die zum Anspruch der Auszahlung der Pflegerente führen, orientieren sich immer an der Fähigkeit, die Verrichtungen des Alltagslebens selbstständig durchzuführen. Dies wird genau in einem Sechspunktekatalog geregelt, welcher drei Pflegestufen enthält. Bei einem Punkt können Verrichtungen des Lebens nicht selbstständig ausgeführt werden.

Die Punktetabelle sieht wie folgt aus:

  • Pflegestufe I: Versichert 4 Punkte
  • Pflegestufe II: Versichert 5 Punkte
  • Pflegestufe III: Versichert 6 Punkte

Bei bis zu 4 Punkten kann die Leistung von 40 % der Pflegerente gewährt werden, bei bis zu 5 Punkten sind es 70 % und bei bis zu 6 Punkten werden 100 % gewährt. Anders als bei sozialen Pflegeversicherungen ist die Höhe der Versicherungsleistung nicht abhängig davon, ob die Krankenpflege in den eigenen vier Wänden oder in einem Pflegeheim stattfindet.

 

FAQ Risikolebensversicherung

Häufig gestellte Fragen zur Risikolebensversicherung

–          Wer kann Vertragspartner der Risikolebensversicherung sein?

Grundsätzlich können nur der Versicherer und die Versicherungsnehmer die Vertragspartner der Risikolebensversicherung sein.

Ein Versicherungsnehmer ist der Beantrager der Versicherung und besitzt nach Abschluss des Vertrages die erwähnten Rechte, aber auch Pflichten, wie Einhaltung bestimmter Fälligkeiten und so weiter.

Auf der anderen Seite steht die Versicherungsgesellschaft. Sie muss im Todesfall des Versicherten, die Versicherungssumme auszahlen.

Zusätzlich zu den Vertragspartnern existieren sogenannte „Versicherte“ und „Bezugsberechtigte“, deren Identität gesondert angegeben wird.

Der Versicherte ist die Person, deren Todesfall zur Auszahlung der Risikolebensversicherung führt. Denn, diese Person muss nicht zwangsläufig ein Versicherungsnehmer sein.

Der Bezugsberechtigte erhält im Versicherungsfall die Versicherungssumme. Wird im Vertrag kein Bezugsberechtigter genannt, so erhält der Versicherungsnehmer die Summe. Sind der Versicherte und der Versicherungsnehmer dieselbe Person, dann gilt die Risikolebensversicherung als Nachlass, wird also unter Erbberechtigten aufgeteilt.

–          Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Zunächst sollte jeder zukünftige Versicherungsnehmer seine eigene Situation und die Lebenssituation des Versicherten betrachten. Welche familiären, geschäftlichen und finanziellen Gegebenheiten gilt es zu berücksichtigen? Eine spezielle Regelung, die für jedermann gilt, existiert nicht. Die Summe sollte ausreichend sein, um für längere Zeit als Familie oder Geschäftspartner über die Runde zu kommen. Für Bezugsberechtigte mit Familie ist es zum Beispiel ratsam eine Versicherungssumme zu wählen, die dem 3 bis 5-Fachen Jahresgehalt des Versicherten (oder des Hauptversorgers) entspricht. Bestehen noch Fälligkeiten, so müssen diese ebenfalls berücksichtigt werden, um diese im Versicherungsfall tilgen zu können.

–          Sind ärztliche Untersuchungen notwendig?

 Bei den meisten Versicherungsgesellschaften ist eine vollständige und ehrliche Beantwortung der Fragen zur Gesundheit des Versicherten ausreichend. Liegt die Versicherungssumme über 200.000 Euro oder der Versicherte hat eine gewisse Altersgrenze überschritten, dann müssen in der Regel ärztliche Untersuchungen Aufschluss über den exakten Gesundheitszustand des Versicherten geben. Ob und welche ärztlichen Untersuchungen eventuell notwendig sind, wird von Beginn an angezeigt.

–          Kann ich eine Risikolebensversicherung wieder kündigen?

Bei Risikolebensversicherungen bestehen immer Kündigungsfristen. Diese betragen im Normalfall einen Monat vor Ablauf des Vertragsjahres. Die Kündigung muss schriftlich durch den Versicherungsnehmer erfolgen. Eine Angabe von Gründen ist in der Regel nicht erforderlich. Wurden Ratenzahlungen als Zahlungsweise vereinbart, dann kann eventuell sogar innerhalb des Versicherungsjahres gekündigt. Nähere Auskünfte gibt die jeweilige Versicherungsgesellschaft.

–          Ist es möglich, die Versicherungssumme nachträglich zu erhöhen?

In der Regel müssen zumindest erneut die Fragen zur Gesundheit beantwortet oder zudem eine ärztliche Untersuchung wahrgenommen werden. Es existieren allerdings ein paar wenige Versicherungsgesellschaften, die bei Veränderungen im Leben des Versicherten, zum Beispiel die Geburt eines Kindes oder eine Hochzeit, die Erhöhung der Summe auch ohne jegliche weitere Prüfung ermöglichen.

–          Werden die Beiträge zurückerstattet, falls die Risikolebensversicherung ohne Eintritt eines Versicherungsfalls endet oder beendet wird?

Nein, dies ist nicht möglich, da dafür die Beiträge viel zu niedrig sind. Man kann sich diese derart vorstellen, dass die Beiträge die Verwaltungskosten und die Abschlusskosten decken und darüber hinaus für die Deckung aller Versicherungsfälle verwendet werden. Wird eine Versicherung beendet, ohne dass der Versicherungsfall eingetreten ist, dann werden die Beiträge nicht zurückerstattet.

–          Was ist der Unterschied zwischen Bruttobeitrag und Nettobeitrag?

Ein Bruttobeitrag, der ebenfalls Tarifbeitrag genannt wird, wird derart berechnet, dass selbst bei hoher Sterberate der Versicherten, noch alle Bezugsberechtigten ausbezahlt werden können. Kommt es jedoch nicht zu dieser bestimmten angesetzten Anzahl von Todesfällen, dann entsteht ein Überschuss, der sich aus Anteilen der Beiträge zusammensetzt. Zu weiteren Überschüssen kann es kommen, wenn der Versicherer weniger Geld für seine Leistungen verbraucht hat, als angeschlagen. Nahezu alle Versicherungsgesellschaften lassen ihre Kunden von diesen Überschüssen profitieren. Der Bruttobeitrag wird mit den Überschüssen prozentual verrechnet. Das Ergebnis dieser Berechnung ist der Nettobeitrag. Manchmal wird dieser Nettobeitrag Zahlbeitrag genannt.

–          Welchen Vorteil hat eine Unfall-Zusatzversicherung?

Die Unfall-Zusatzversicherung ist eine Erweiterung der Risikolebensversicherung. Im Todesfall durch einen Unfall wird die Versicherungssumme verdoppelt. Im Normalfall gibt der Versicherungsnehmer allerdings schon bei der Risikolebensversicherung die Summe an, die zum Leben nach Versicherungsfall, gebraucht wird. Aus diesem Grund halten viele die Unfall-Zusatzversicherung nicht für notwendig.

–          Gibt es zusätzlichen Schutz bei Berufsunfähigkeit?

Manche Versicherungsgesellschaften bieten einen solchen zusätzlichen Versicherungsschutz, als Ergänzung, an. Die BUZ (Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung) ist bei Versicherungsnehmern recht beliebt, da die BUZ die Beiträge der Risikolebensversicherung übernimmt, wenn beim Versicherten eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Des Weiteren wird, falls dies im Vorfeld vertraglich vereinbart wurde, eine Berufsunfähigkeitsrente ausbezahlt. Zu beachten gilt, dass nicht jede Versicherungsgesellschaft hohen Schutz für Berufsunfähigkeit bietet. Ist einem dieser Punkt wichtig, sollte man schon vor Vertragsabschluss der Risikolebensversicherung darauf achten, ob jene Leistungen der BUZ ausreichend sind. Weiter besteht immer die Möglichkeit, eine komplett eigenständige BUZ abzuschließen.

–          Wird auf die Leistungen Erbschaftsteuer entrichtet?

Sind Versicherungsnehmer und Versicherter die gleiche Person, dann wird die Versicherungssumme an den Bezugsberechtigten „vererbt“, sie unterliegt also vollständig der Erbschaftsteuer. Gerade bei unverheirateten Paaren kann das ein finanzielles Problem sein. Jeder Versicherungsnehmer sollte sich daher eingehend beraten lassen, um für sich die geeignete Lösungsansätze zu wählen. Sind nämlich Versicherungsnehmer und Versicherter nicht ein und dieselbe Person, dann kann die Versicherungssumme von der Erbschaftsteuer befreit werden. (Zum Beispiel die Frau ist Versicherungsnehmer und der Mann ist Versicherter).

–          Gibt es einen Unterschied zwischen Nichtraucher, Raucher und Pfeifenraucher?

Sehr viele Risikolebensversicherungen bieten günstigere Beiträge, wenn der Versicherte Nichtraucher ist. Die Bezeichnung „Nichtraucher“ wird jedoch nicht von jeder Versicherungsgesellschaft gleich definiert. Die Mehrheit der Versicherer betrachtet den Versicherten als Nichtraucher, wenn dieser seit 12 Monaten oder mehr kein Nikotin mehr durch rauchen zu sich genommen an, egal ob Zigarre, Pfeife oder Zigarette. Andere Versicherungsgesellschaften betrachten nur die Personen als Raucher, die Zigaretten rauchen. Raucht eine Person also mehr als 12 Monate keine Zigaretten mehr, so ist er Nichtraucher. Am besten ist es, alle Fragen ganz genau zu beantworten. Denn selbst als Raucher kann man eine Risikolebensversicherung mit ausgezeichnetem Preisleistungsverhältnis abschließen. Aus diesem Grund werden schon bei Antragstellung die Fragen sehr genau formuliert, sodass jeder bei eventuellen Vergleichen, die für sich passende Versicherung findet.

–          Versicherter wird nach Vertragsabschluss zum Raucher, was nun?

Wurde die Risikolebensversicherung vertraglich mit einem Versicherten als Nichtraucher abgeschlossen oder findet explizit nur der Nichtrauchertarif Anwendung, dann muss der Vertrag dementsprechend geändert werden. Der Versicherte ist nicht mehr als Nichtraucher einzustufen. Denn hat eine Versicherter oder der Versicherungsnehmer nachweislich gelogen, dann kann die Versicherungsleistung erlöschen.

Absicherungshöhe und Beitragsbemessung der Risikolebensversicherung

Absicherungshöhe einer Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung ist eine langfristige Angelegenheit. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass man sich bereits im Vorfeld ausreichend informieren sollte. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung. Demzufolge sollte das Augenmerk auch der individuell passenden Absicherungshöhe der Risikolebensversicherung gelten. Es wäre falsch, die Höhe der Absicherung zu niedrig anzusetzen. Natürlich muss jeder abwägen, welche Summe durch die Beitragsbemessung überhaupt infrage kommt, doch sollte auch nicht vergessen werden, dass die Absicherungssumme ausreichend sein muss, um im Ernstfall eine echte Unterstützung der Angehörigen oder Partner darzustellen. Zunächst überlegt der Antragsteller also, welche finanziellen Mittel im Falle seines Todes wegfallen würden, wie hoch die kontinuierlichen finanziellen Ausgaben sind und für wie lange Angehörige oder Partner auf die finanzielle Hilfe zurückgreifen müssten.

Im Regelfall bietet sich die dreifache bis fünffache Summe des Jahresgehalts (brutto) als Absicherungssumme an. Wird eine fallende Risikolebensversicherung abgeschlossen, dann wird die Absicherungssumme noch nicht klar festgelegt. In diesem Fall kann die Summe im Laufe der Versicherungszeit immer wieder verändert werden. Das ist einer der Gründe, weshalb die Variante „fallende Risikolebensversicherung“ besonders als Absicherung bei bestehenden Kredit- oder Hypothekenzahlungen dient.

Betrachtet man das folgende Beispiel, wir deutlich, wie wichtig es ist, eine geeignete Absicherungssumme zu veranschlagen: Nehmen wir an, die veranschlagte Summe liegt bei 150.000 Euro, die Verzinsung beträgt 5,5% bei 20 Jahren Laufzeit. In diesem Rechenbeispiel würde der Begünstigte einen Anspruch auf eine Rente von 1020 Euro pro Monat haben. Der Antragssteller sollte sich für seinen Fall ein Beispiel durchrechnen oder berechnen lassen. Danach kann er sich wesentlich einfacher auf eine Absicherungssumme festlegen.

Beitragsbemessung bei Risikolebensversicherungen

Die jeweiligen Beiträge jedes Versicherten werden individuell ermittelt. Bei Versicherungsnehmern spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Faktoren zur Beitragsbemessung können zum Beispiel Alter, Geschlecht, Lebensweise sowie der Gesundheitszustand sein. Der Beitrag steigt per exemplum, wenn der Versicherte an Übergewicht, Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten leidet. Bezüglich der Lebensweise sind zum Beispiel Extremsportarten, wie Motorcross fahren und andere zu nenne, die die Beitragsbemessungsgrenze höher ausfallen lassen. Raucher haben selbstverständlich ebenfalls mit einem höheren Beitrag zu rechnen.

Bevor die Entscheidung auf eine bestimmte Versicherungsgesellschaft und Variante der Risikolebensversicherung fällt, lässt man sich über die Beitragshöhen und die Faktoren der einzelnen Beitragsbemessung informieren. Gerade die Beitragsbemessung wird von allen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich gehandhabt. Aus diesem Grund variieren die Beiträge der Risikolebensversicherung je nach Versicherer stark.

Nettobeiträge und Bruttobeiträge

Bei allen Risikolebensversicherungen wird zwischen Netto- und Bruttobeiträge unterschieden. Die anhand der theoretischen Einschätzungen und Berechnungen der Versicherungsgesellschaft wird der Bruttobeitrag festgelegt. Dabei wird immer berücksichtigt, dass die Versicherungsgesellschaft nie in Bezahlungsnot kommen kann. Also selbst, wenn viele Todesfälle auftreten, können alle Begünstigten ausbezahlt werden. Gibt es weniger Todesfälle, vermindern sich also die Auszahlungsfälle, dann entsteht eine Überschusssumme, welche der Versicherungsgesellschaft sowie den Versicherungsnehmern, in Form von angepassten Beiträgen, zugutekommen kann.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass bei Weitem nicht alle Versicherer die Beiträge bedingt durch die oben genannte Einsparung senken. Aus diesem Grund sollte dies schriftlich festgehalten werden, damit es keine Unklarheiten geben kann.

 

Risikolebensversicherung Varianten und Ratgeber

Allgemeine Informationen zur Risikolebensversicherung
Eine Risikolebensversicherung ist Teil der Versicherungskategorie „Risikoversicherungen“, zu der auch die Kapitallebensversicherung und die Sterbegeldversicherung zählen. Dennoch muss die Risikolebensversicherung von Letzteren beiden stark unterschieden werden. Dies liegt daran, da die reine Risikolebensversicherung eine Todesfallversicherung ist und nicht einer Kapitalbildung oder der Altersvorsorge dient.

Grundsätzlich existieren drei verschiedene Varianten der Risikolebensversicherung. Diese sind die klassische Risikolebensversicherung, die fallende Risikolebensversicherung (auch Restschuldversicherung genannt) und die verbundene Risikolebensversicherung. Bei der Risikolebensversicherung zahlt die Versicherung bei Todesfall des Versicherungsnehmers, eine vereinbarte Versicherungssumme an bestimmte Hinterbliebene aus. Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, eine Gesundheitsprüfung abzulegen. Es gibt keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung mehr.

Die Risikolebensversicherung bietet häufig ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Oft bieten Versicherungen eine Risikolebensversicherung zu sehr günstigen Beiträgen an. Ein Vergleich lohnt sich also.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung geeignet?
Eine RLV (Risikolebensversicherung) ist hervorragend für Familien und Angehörige des Versicherers geeignet. Gerade bei jungen Familien mit Kindern ist eine finanzielle Absicherung, im Falle des Todes eines Elternteils, unerlässlich. Ferner greift die Versicherung auch bei der Absicherung eines Geschäftspartners, wenn dieser als Bezugsberechtigter angegeben ist. Liegen große Fälligkeiten, in Form von Krediten oder hohe Mietkosten vor, so kann die Risikolebensversicherung den Ehepartner, Partner oder Geschäftspartner des Versicherungsnehmers vor einer enormen Überschuldung bewahren.
Die Varianten der Risikolebensversicherung im Überblick
Man unterscheidet die klassische, die verbundene und die fallende Risikolebensversicherung.
– Klassische Risikolebensversicherung
Eignet sich für junge Familien und Alleinerziehende. Die Beiträge und die Versicherungssumme bleiben über die gesamte Laufzeit hinweg konstant.

– Verbundene Risikolebensversicherung
Mit dieser Variante können mehrere Personen versichert sein. Sie wird beispielsweise gerne für Geschäftspartner verwendet. Bei Todesfall des Versicherten wird einmalig die Summe an die festgelegten Personen ausgezahlt.

– Fallende Risikolebensversicherung
Diese Variante eignet sich gut für Kreditnehmer. Die Versicherungssumme vermindert sich im Laufe der Jahre ebenso wie die Versicherungsbeiträge.
Um zu entscheiden, welche Variante der Risikolebensversicherung am allerbesten für den Versicherungsnehmer geeignet ist, sollte der jeweilige Zweck und die Lebenssituation des Versicherungsnehmers berücksichtigt werden.
Weitere Merkmale der Risikolebensversicherung zusammengefasst
– Jedem Versicherungsnehmer muss von Anfang an klar sein, dass es sich bei der Risikolebensversicherung nicht um eine Kapitalanlage handelt.
– Der vertraglich festgelegte Versicherungsbetrag wird im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt.
– Ein Bezugsberechtigter, der in der Versicherungs-Police namentlich angegeben ist, erhält die Versicherungssumme.
– Die gezahlten Versicherungsbeiträge einer Risikolebensversicherung werden nicht bei der Versicherung angespart. Aus diesem Grund fallen Prämien geringer aus, als bei der Kapitallebensversicherung.
– Das Preisleistungsverhältnis kann wie folgt beurteilt werden: Beide Komponenten, der zu bezahlende Versicherungsbeitrag und der Versicherungsbetrag, der bei Todesfall ausbezahlt wird, sollten in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen.
– Die Versicherungssumme, auch Absicherungsbetrag oder Todesfallsumme genannt, sollte in etwa das Dreifache des Jahreseinkommens ausmachen. Bie jüngeren Familien sollte die Versicherungssumme höher sein.
Unser Service

Wir informieren Sie umfassend über die verschiedenen Besonderheiten und Varianten der Risikolebensversicherung. Außerdem haben Sie die Möglichkeit die unterschiedlichen Angebote der Versicherungen zu vergleichen. Infolgedessen werden Sie eine Risikolebensversicherung finden, die ein Preisleistungsverhältnis bietet, das Ihren Erwartungen entspricht. Des Weiteren klären wir Sie auf, anhand welcher Faktoren die Beitragshöhe einer Risikolebensversicherung bestimmt wird.

Kapitallebensversicherung oder Risikolebensversicherung

Gerade in der heutigen Zeit ist es unschätzbar wichtig geworden, sich nicht mehr länger alleine auf die staatliche Rentenvorsorge zu verlassen, sondern auch privat für den Ruhestand vorzusorgen.
Der Grund dafür ist einfach: Die staatlichen Rentenkassen sind absolut leer!

Bedingt durch den umlagefinanzierten Charakter des Rentensystems und die demographische Entwicklung in Deutschland, gibt es immer mehr Menschen, die eine Rente erhalten wollen, aber auch immer weniger Einzahler. Dies kann natürlich auf
Dauer nicht klappen und daher wird das allgemeine Rentenniveau immer weiter heruntergefahren.

Eine Lebensversicherung als Altersvorsorge

Zu den beliebtesten Produkten im Bereich der privaten Altersvorsorge gehören nach wie vor die Lebensversicherungen, da diese mit einer sehr langen Laufzeit optimal für die Ruhestandsvorsorge genutzt werden können. Immer wieder erreicht uns in diesem Zusammenhang jedoch die Frage, was denn eigentlich der Unterschied zwischen einer Kapitallebensversicherung und einer Risikolebensversicherung sei. Wir wollen die Gelegenheit nun nutzen, hier einmal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und die Unterschiede einmal genau zu beleuchten.

Unterschiede

Also, grundsätzlich kann man erst einmal sagen, dass eine Kapitallebensversicherung ohne einen Sparanteil eine Risikolebensversicherung ist. Anders ausgedrückt:

Die Risikolebensversicherung sichert lediglich die finanziellen Folgen aus dem Tod der versicherten Person ab, wohingegen die Kapitallebensversicherung zudem noch einen Sparanteil enthält, was am Ende der Laufzeit (ohne dass der
Versicherungsfall, also das Versterben der versicherten Person(en) eingetreten ist) zu einer Schlussauszahlung führt. Spricht man also von Verträgen mit Altersvorsorgecharakter, kann es sich stets nur um Kapitallebensversicherungen handeln, wobei hierzu auch die fondsgebundenen Verträge zu zählen sind.

Überschüsse in einer Kapitallebensversicherung

Experten verstehen unter einer Kapitallebensversicherung hingegen nur diejenigen Verträge, bei denen der Versicherungsnehmer von den Überschüssen der Versicherungsgesellschaft profitiert. Neben dem Sparanteil fließen also auch die Überschüsse in das Vertragsguthaben und helfen, dieses zu erhöhen. Vereinfacht kann man also sagen: Der Versicherungsnehmer gibt sein Geld der Versicherung und diese verwaltet es dann direkt. Von den Gewinnen, die auf diese Weise erwirtschaftet werden, profitiert der Versicherungsnehmer in Form der vertragsbezogenen Überschüsse.

Fondsgebundene Lebensversicherungen

Bei einer fondsgebundenen Versicherung sieht es hingegen etwas anders aus: Hier wird der Sparanteil, der zusammen mit der Risikoprämie (Todesfallabsicherung) die Prämie ausmacht, nicht von der Versicherung selber verwaltet, sondern an eine oder mehrere Fondsgesellschaften abgeführt. Diese investieren das Geld dann in Investmentfonds. Kommt der Vertrag dann zum Ende der Laufzeit, werden die Fondsanteile also entweder an den Versicherungsnehmer überschrieben, oder sie müssen wieder verkauft werden. Der Gegenwert macht dann die Gewinne des Vertrages aus.

Grundlegend stellt sich jedoch noch eine sehr entscheidende Frage: Wo findet man die beste Prämie für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung oder einer Risikolebensversicherung?

Nun, zunächst gibt es natürlich die Möglichkeit, mit Versicherungen zu sprechen und sich entsprechende Angebote einzuholen. Das Problem dabei ist nur, dass man von den Gesellschaften natürlich immer nur sehr einseitige Angebote bekommt und keinen wirklichen Vergleich hat.

Wesentlich sinnvoller ist es da, die Informationsvielfalt des Internet zu nutzen und sich auf den großen Versicherungsportalen zu informieren. Sehr oft kann man hier auch einen Versicherungsvergleich nutzen und auf diese Weise herausfinden, bei welchem Anbieter man seinen gewünschten Vertrag für den günstigsten Beitrag erhalten kann. Bei vielen Vergleichen kann man den jeweiligen Versicherungsschutz dann auch direkt, online, abschließen.

Arten der Risikolebensverischerung

Die Risikolebensversicherung mit linear fallender Todesfallsumme
Diese Form der Risikolebensversicherung ist besonders interessant zur Absicherung von Verbindlichkeiten. Baufinanzierer oder Firmengründer können mit der fallenden Versicherungssumme einen Kredit abgesichern. Die Versicherungssumme wird während der Laufzeit immer geringer und passt sich somit z.B. dem Tilgungsverlauf eines Kredites an.

Beispiel Risikolebensversicherung mit linear fallender Todesfallsumme:
Eintrittsalter 30, männlich, Nichtraucher, Versicherungsdauer 15 Jahre,
Versicherungssumme 100.000 Euro

Risikolebensversicherung Vergleich

Der Zahlbeitrag verringert sich während der Laufzeit im oberen Beispiel kontinuierlich bei einer Risikolebensversicherung mit fallender Todesfallleistung. Das steigende Alter der versicherten Person hat im oberen Fall nur verhältnismässig geringe Auswirkungen auf den Beitrag. Bei einem höheren Eintrittsalter oder einer sehr langen Laufzeit kann es jedoch dazu kommen, das sich der Beitrag nur geringfügig verringert oder sogar ansteigt.

Arten von Lebensversicherungen

Risikolebensversicherung: Schutz für Familien

Eine Risikolebensversicherung braucht jeder, der Angehörige für den Fall seines Todes absichern möchte. Finanztest hat Angebote von 46 Unter­neh­men untersucht. Es gibt viele günstige Angebote. Doch der Unterschied zwischen günstigen und teuren Policen erreicht leicht ein paar hundert Euro. Der Preis ist das wichtigste Auswahlkriterium.

Reiner Todesfallschutz
Eine Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz, kein Sparvertrag. Stirbt der Kunde, zahlt der Versicherer die Versicherungssumme an den im Vertrag genannten Hinterbliebenen aus. Hier wird nicht wie bei der viel teureren Kapitallebensversicherung Todesfallschutz und Sparleistung vermischt. Eine Risikolebensversicherung ist der bessere Hinterbliebenenschutz. Der Schutz ist vor allem wichtig für Kinder, wenn Vater oder Mutter etwas zustößt. Dann zahlt der Versicherer die Versicherungssumme aus. Unverzichtbar ist die Versicherung auch, wenn Hinterbliebene kaum Rentenansprüche haben. Unverheiratete Partner bekommen zum Beispiel keine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenkasse.

Preisunterschiede extrem
Wenn der Versicherte jung und gesund ist, nicht raucht und kein risikoreiches Hobby hat, kostet die finanzielle Absicherung der Familie sehr wenig. Doch die Preisunterschiede sind extrem: Ein 27-jähriger Mann, der nicht raucht, zahlt zum Beispiel für eine Versicherungssumme von 150 000 Euro beim günstigsten getesteten Versicherer CosmosDirekt einen Jahresbeitrag von 177 Euro. Dafür bekommt er einen Vertrag bis zum 65. Geburtstag. Der teuerste Anbieter im Test verlangt 634 Euro, also 457 Euro mehr. Kunden, die beim Abschluss des Vertrags schon älter sind, zahlen mehr als Jüngere. Ist der Modellkunde zum Beispiel statt 27 schon 34 Jahre alt, zahlt er bei den für ihn günstigsten Anbietern im Test KarstadtQuelle (neuer Name Ergo Direkt) und Neckermann 223 Euro.

Rauchen verteuert Beitrag
Die Laufzeit des Vertrags bestimmt den Beitrag mit: Je kürzer der Vertrag läuft, desto geringer der Beitrag. Frauen können sich günstiger versichern als Männer, denn ihre ­Lebenserwartung ist höher und ihr Risiko, jung zu sterben, ist geringer als das von Männern. Die Sterbestatistik ist auch der Grund für die Preisunterschiede zwischen den Tarifen für Raucher und Nichtraucher. Raucher haben im Durchschnitt eine geringere Lebenserwartung als Nichtraucher. Deshalb ist der Schutz für Raucher bei vielen Gesellschaften teurer. Für eine Versicherungssumme von 150 000 Euro muss der 34-jährige rauchender Modellkunde von Finanztest beim günstigsten überregionalen Anbieter Ontos 489 Euro zahlen. Das sind im Jahr 266 Euro mehr als ein gleichaltriger Nichtraucher für den günstigsten Tarif im Test überweisen muss.

Versicherer prüfen Risiko
Weil Versicherungsunternehmen ihr Risiko möglichst genau kennen möchten, bevor sie den Beitrag festlegen, fragen sie ihre Kunden nicht nur nach dem Nikotinkonsum und risikoreichen Hobbys. Sie wollen auch Auskunft über ihren Gesundheitszustand. Schon Übergewicht oder erhöhte Blutfettwerte sind für die Versicherungsgesellschaften ein höheres Risiko – und das lassen sie sich mit höheren Beiträgen bezahlen. Den Grund für einen Risikozuschlag sollten die Versicherungsgesellschaften bereits vor Vertragsbeginn nennen. Kranke Kunden können später versuchen, den Risikozuschlag wieder loszuwerden, wenn sich ihr Gesundheitszustand bessert. Legen sie ein ärztliches Attest vor, wird ein kundenfreundlicher Versicherer den Mehrbeitrag reduzieren. Bei sehr hohen Versicherungssummen verlangen die Versicherer vor Vertragsabschluss ein ärztliches Gutachten. Sie entscheiden damit, ob sie einen Kunden annehmen und wie viel er zahlen muss.

Versicherungssumme frei wählbar
Die Versicherungssumme wählt jeder Kunde nach seinem Bedarf. Mit einer Versicherungssumme von 150 000 Euro hätte die Familie des Versicherten nach seinem Tod 20 Jahre lang 900 Franken monatlich zur Verfügung, wenn sie die Summe zu 4 Prozent Zinsen anlegte. Die Vertragslaufzeit sollte der Kunde so lange festschreiben, wie seine Hinterbliebenen den Schutz benötigen, zum Beispiel bis zum 65. ­Lebensjahr des Versicherten. So wäre eine nicht berufstätige Lebenspartnerin abgesichert, wenn der Alleinverdiener vor seinem 65. Geburtstag stirbt. Oder die Kinder stehen nicht mit leeren Händen da, wenn sie noch Unterstützung brauchen, zum Beispiel in der Zeit ihres Studiums. Das Risiko eines frühen Todes ist nicht so klein: Mehr als 16 Prozent aller 2008 Verstorbenen waren noch keine 65 Jahre alt.